Meine Heimat

Weihnachtsmarkt


Die Geschichte der wechselnden Austragungsorte vom Weihnachtsmarkt

Unser Cunewalder Weihnachtsmarkt wurde erst nach der Wende aus der Taufe gehoben. Am 13. und 14. Dezember 1991 fand der erste Weihnachtsmarkt auf dem Festplatz am "Kleinen Kulturhaus" statt. Auch im Jahre 1992 wurde an gleicher Stelle gefeiert. 1993 fiel er aus, weil die örtlichen Bedingungen einfach zu schlecht waren und die Händler reihenweise absagten. Mit dem Bau des Marktgebäudes Czornebohstraße, wo einmal der Lidl-Markt, eine Schlecker-Filiale und die Sparkasse Einzug hielten, fand der Weihnachtsmarkt ein neues Domizil. Ab 1994 wurde er auf dem Lidl -Parkplatz durchgeführt.

Sowohl auf dem Festplatz, als auch am Lidl waren die Bedingungen für die Händler und Anbieter weihnachtlicher Waren alles andere als einfach. 1998 wurde deshalb ein neuer Platz für unseren Weihnachtsmarkt gefunden. Unterhalb von unserer Kirche und dem Pfarrhaus, am Kirchweg und der Straße zur Wolfsschlucht wurden Buden und Stände platziert. Der Weihnachtsmann kam mit einem kleinen Trecker. Aber auch hier waren die Händler stets Wind und Wetter ausgesetzt. Den schönen reichlichen Schneefall mit der angestrahlten Kirche im Hintergrund empfanden die Gäste 1998 als wie bestellt. Die Händler hatten, außer verschneiten Mützen, nicht viel davon. Und im Jahr 1999 vermieste Regen und Wind die Stimmung auf allen Seiten. Auch im Jahre 2000 war es nicht besser. Regen und Matsch sorgten für Verdruss. Zurückgehende Anmeldungen von Händlern und deutlich abnehmender Zuspruch von Besuchern führten Anfang 2002 zu einer Diskussion um die Zukunft des Cunewalder Weihnachtsmarktes. Am Ende war man sich einig darüber, Veränderungen vorzunehmen.

Seit 2002 findet er nun auf einen Tag gekürzt im Dreiseitenhof vom Haus des Gastes statt. Natürlich auch mit unterschiedlichem Erfolg, stets jedoch mit zunehmendem ehrenamtlichen Engagement von Vereinen, aus den zwei Kindereinrichtungen und den wunderbaren Auftritten von Weihnachtsmann, Blaskapelle und unserem Posaunenchor. Mit der Weihnachtslotterie ist seit 2014 ein weiterer Magnet hinzugekommen. Der Zuspruch aus der Bürgerschaft hat übrigens in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Es ist mittlerweile zur Tradition geworden, am Sonnabend vor dem 1. Advent auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, dem Programm zu lauschen, einen Glühwein zu trinken, was Leckeres zu verspeisen, den Kindern das Erlebnis Weihnachtsmann zu schenken und auf einen Lotteriegewinn zu hoffen. Vor allem aber mit Bekannten ins Gespräch zu kommen und einfach ein paar schöne Stunden zu verleben. Alles das kann der Cunewalder Weihnachtsmarkt seinen Besuchern bieten.

Doch der Wandel hat auch im schönen Cunewalder Tal Einzug gehalten. Mit der Absicht, wie früher Weihnachtsgeschenke oder seltenes Obst zu kaufen, gehen heutzutage die wenigsten Besucher hin. Der Platz im festlich geschmückten Dreiseitenhof vom Haus des Gastes ist ohnehin begrenzt. Klar müssen auch immer wieder neue Ideen her. Die Veranstalter sind jedenfalls offen für Vorschläge. Starten wir doch in die Weihnachtszeit, am besten gleich auf dem Cunewalder Weihnachtsmarkt.


Quellen: Czorneboh-Bieleboh-Zeitung, Matthias Hempel, Torsten Hohlfeld