Meine Heimat

Mundart


Cunewaale (von M. Pamperin)
Mir senn Cunewaaler, du und iech und dar.
Schunn seit goanz poar Juhrn, miech ziehts oack hier har.
Seit iech bie gebuhrn, schlätt mei Harz fer diech.
Du, mei Cunewaale, ju, iech liebe diech.

Mir aus Cunewaale (von S. Rausendorf)
Mir quirln unsn Dialekt, dan breng oack mir oalleene.
Denn wenn dan mo a andersch redt, do klingt ar nimmi reene.

Refrain: Doas mir aus Cunewaale senn, do semmer raicht druff stulz.
Mir senn aus aaln Schrut und Kurn und aus goar karnch´n Hulz.

Und wenn mir o goar pulterch senn, doas hoat goar nischt zu soin.
Ba uns do is de Hauptsache: mir tun uns gutt vertroin.

Is sull ock enner kumm und soin, doaß mir nischt tä´tn mach´n.
Dar wird ba uns glei eigespoannt, bis tutt de Schwoarte krach´n.

Gebauert wird und o gewabt, mir giehn goar a de Steene.
Do koann geroade kumm woas will, uns kriegt doch nischt ne kleene.

Und assn tu mir gutes Zeug, do tutts ba uns ne hoapern.
Und sellts a mol nischt andersch gahn, do aß mir ganze Abern.

Ba uns do is an schinstn, doas muß a jeeds eisahn.
Mir tauschn mit kenn andern, o wenn se sunst woas gahn.


De Hitschltaxe vu Cunewaale (von M. Gutsche)

Ba uns, do gibbt´s vill ältre Leute, und unsre Rentner reesn heute
o garne mo durch unser Land, hoann ja nu Zeit ann Rentnerstand.
Oack uff de Beene kimmt moanchs ne furt, do koann´chs verstiehn,
wenn´s egor zwackt und sticht a de Benn und a de Knien.

Goar moancher kimmt derwaajn ne glei, gutt a die huchn Busse nei.
Vill winger is doas rimgekraxe, fährschte mit Leuthuld senner Taxe.
Ob de nu Moan bist oder Dame, mit Jense reest sich´s ganz bequame.
Steigste be dan an Kleenbus ei, hult Leuthuld Jens sei Hitschl glei.

Doas Hitschl liegt uff jeder Reese, a dar modernen Autoscheese,
poroat hinn a senn Kufferraum, wenn´s Waajngl fährt, do sistes kaum.
Hält´s Auto oa, ann Reeseziele, gibbt´s o kee grußes Rimgewiehle.
Aviergehult wird do de Hitsche, wenn uffe is, de Schieberitsche.

Und biste woacklch uff´n Benn, ward´s aussteign su oarg ne senn.
Durch´s Hitschl vor dr Schiebetiere, brauchste bestimmt ne oalle Viere.
Stürzn tutt ba dieser Schoße, kee eenzscher uff de Pfloasterstroße.
Oals Trepptriet hilft doas Hitschl immer, su doas nie wird a Rimgewimmer.

Stets hilfsbereit ver seine Gäste, hält´ch Leuthuld Jens ann Oarme feste.
Ganz sicher steigste aus und ei, bis doas de Reese is verbei.
Een jedr wird´s Euch immer soign, steig ei in 
Jens sei dichn Woign.
Un biste fürsch Reesn no zu aale, nimm´s Hitschltaxe vu Cunewaale.


De Reese uff Cunewaale (von H. Andert)

Kumm Hermine luß´dch ne heeßen, wull mir o amol verreesen.
Rick mir a doas schiene aale, hibsche Naastel, Cunewaale.
Ne Strawaale, ne Lawaale, o ne Heene, Heenewaale.
Nee nee, vu dan ganz´n waale, oack uff Cune, Cunewaale.

Refrain: S wird Euch ver Freedn is Harze bumbern,
wenn mir an Murgn durch de Heemte schlumpern.
Dr Buusch, de Barge, de frische Luft.
De Lirchn trillern, dr Kuckuck ruft.
Do wardt´r markn: ´s koann nischt Schinnersch gaahn.
Ja unse Lausitz müßt´r Euch besahn.

Hinter Schimmch, oack gleicherwege, ba dr Laube im de Eche.
Und durt liegn se nu do: Bieleboh und Czorneboh.
A dr Mittlst, a dr Spaale, steckt doas Naast, leit Cunewaale.
Oack dr Noase nooch gehaaln, kinn mir´n Waaig ju ne verfahln.

Kumm mir su vu Aberschbuche, uff Cunewaale zu Besuche.
Heeßt´s: Itz kumm de Aberschbächer, hoann de grußn Noasnlächer.
Aber sunst senn se ne iebl, immer rei, oack rei as Stiebl.
Ruhgt Euch aus de miedn Beene, tutt oack groade wie derheeme.

Unse Cunewäldsche Bimmelboahn (von M. Weber)
Vu Bautzen über Pustwitz, fährt unse Bimmelboahn,
laut pfeifnd und foast leer, kimmt se an Niederdurf oan.
Weil do su anne kurve is, ´n Autos zun Verdruss,
do hält se durte irscht mol oa, weil se über de Stroaße muss.

Refrain: Unse Cunewäldsche Bimmelboahn die weckt uns immer frieh,
kee Wecker und kee Radio hoat su an Pfiff wie die.
Se gehirrt nu mo a unsis Durf, stuppt se o in Verkehr,
ne auszudenken wärsch für uns, gäb´s die amol ne mehr.

N Huppeberg ruff schnauftse goar, do bleibt se baale stiehn,
do könntste urndlich aussteign und Blieml pfluckn giehn.
Durt hoat se wull in grißtn Stiech, de Kühe guckn zu,
ba jedn Waaige pfefft se mo, do machen oalle muh.

Vunn Äberdurf zun Haltepunkt do fährt se wieder Schritt,
do wulln bestimmt zwee Oarbeiter noa schnell noa Löbau mit.
Verschwindse o an Busche glei und fährt uf Hoalbe zu,
do steign wieder Leute ei, enner davun bist du.

Unse aale Bimmelboahn verricht schun noa an Zweck,
die gehirrt nu moal zu uns derzu, nahmt se uns oack ne weg.
Seit 1896 fährt se schunn durch unser schienes Toal,
a jedn Boahnhof hält se oa, goar sechse a dr Zahl.

De Boahne fährt nu lang nimmi, de Schiehn koam o mit raus.
Und warsch ne globt is wurde, a Foahroadwaig nu draus.
Ob Schnieschuf foahrn, ob wandern, doas macht sich siehre gutt,
un moancher merkt su nabmbei, doas´r woas ver de Puste tutt.

Vunn 
Hoalbmdurf bis Haltepunkt, mach Dich uff de Suck´n,
do koannste Cunewaale, ganz andersch mol beguckn.
Dr Waig sull baahle wetter giehn, bis Löbau ju sogoar,
doass mir´n Foahroadwaig nu hoann, mach´n fleißsche Hände woahr.

Dr Bieleboh (von H. Richter)
Iech woar heut uf´n Bieleboh und´s konn kenn schinnern Barg ne gahn,
vurr wu aus du de Lausitz, su richtig konnst besahn.

Refrain: S is mit der schinnste Fleck, a dor Lausitz,
a dor Lausitz, wu ich derheeme bin.

Schun öftersch hut´ch mersch viergenumm, und endlich woar dar Tag nu do,
is kunnt nischt mie derzwischn kumm, ruf ging´s zum Bieleboh.

Hoast du schun deine Heemt besahn, konns o für dich nischt schinnersch gahn,
als unse liebe Lausitz, vurn Bieleboh gesahn.

Dr Czorneboh (von H. Richter)
Grode rüber vurr menn Häus´l, do leit dr Czorneboh. Und wenn d´r liebe Suntch,
dr liebe Suntch word kumm, do gihmer ruff mit menner Froo.

Refrain: Ob übern Huchsteen, übern Hromadnik gitt´s wetter mit Hallo,
zum lieb´n Czorneboh, zu unserm lieben Czorneboh.

Woar de immer ock vurr unt´n zum Czornebohe guckt, ´s word Zeit
doas du nu gihst und dir´sch oamol besihst, wenn du urscht uff´m Barge bist.

Sihst de liebe Lausitz lieg´n, vill schinner oals de denkst. Do zeugt´s mich garrne hie,
wenn´ch uff´m Barge stih, wenn´ch weeß: ´s is meine Heemt, wu´ch bie.

Mei Barg (von A. Wobst)
Mei guder, aller Czorneboh, woas soin se oack vu dir?
Du wärscht a bieser Gutt, i wu, doas kimmt mir ne su vir.
A Woaschbecken, a Seefmnoapp, a denn granitchen Stenn,
a Fansterlooch un woas ne noa, doas sull vunn Deifel senn?

Die suwoas sech hoann ufgebrucht, vurr aaler aaler Zeit,
die hoam oack abergleebch geducht, se woarn noa ne su weit.
Wie schiene lässt`ch zo Summerschzeit, ann Moose ba dir treem.
Wie ufte schloappt`ch mir schun vu dir, a Hückel Pilze heem?

Mei guder, aller Czorneboh, uf dich do luss´ch nischt kumm.
Woas Bieses soich dr ne anooh, doas wär mir doa zu dumm.