Meine Heimat

Gedichte


Unser Cunewalde (von G. Domschke)

C zorneboh und Bieleboh, gibt es nirgends anderswo,
u nd sind gerade deshalb eben, Heimatberge die dem Ort,
n icht allein für Wandersport, Ziel- und Höhepunkte geben,
e igentlich sind sie viel mehr, grün bewaldet und daher,
w irklich als Granitsteinhalde, nicht zu werten, sondern echt,
a us Gestein naturgerecht, für das schöne Cunewalde,
l obenswert empor gebracht, was das Tal idyllisch macht,
d as sind saftig grüne Wiesen, Häuser, Gärten blumenreich,
e in paar Wäldchen, mancher Teich, Bäche die zu Tale fließen.


Das Cunewaldelied (von K. Schöne)

Zwischen Bergen liegt es versteckt im Tal, unser Heimatdörfchen klein.
Wo der dunkle Gipfel des Czorneboh, ragend grüßt im Sonnenschein.
Wo zum Himmel strebt in der Berge Kranz, stolz der lichte Bieleboh.
Wo das Himmelszelt wie im Silberglanz, stimmt den Wand´rer im Herzen froh.
Cunewalde, geliebtes Heimatdorf, froh und glücklich machst du mich.
Gibt´s auch Dörfer schön, so viel im weiten Rund: Innig liebt mein Herz nur dich.

Klipphausens Heimatlied (von A. Weise)
Ich bin in der Fremde gewesen, habe Land und Leute gesehn,
doch nirgend´s so wie in der Heimat, sah nimmer die Welt ich so schön.
Dann steh´ ich auf Czorneboh´s Bergen und schaue hinab von der Höh,
da liegt still im Winkel verborgen, meine Heimat: Klipphausen am See.
Es liegt hier im Kranz uns´rer Berge, Cunewalde so träumerisch süß,
als wär es ein Stückchen Schönheit, vom verlorenen Paradies.
Und wenn ich nach rastlosem Wandern einmal lebensmüd bin,
dann legt mich am Fuß uns´rer Berge, zum ewigen Schlummer hin.
Lebt wohl denn ihr lieblichen Auen, und du liebe Czornebohhöh,
auch du unvergessliches Dörfchen: mein liebes Klipphausen am See.

Der Bach vom Heimattal (von R. Berger)
Durch mein geliebtes Heimattal, da fließt ein kleiner Bach.
Von diesem träumt ich viele Mal, bei Tage und bei Nacht.
Er plätschert fröhlich ohne Ruh, durchs Cunewalder Tal.
Vom Czorneboh und Bieleboh, wird das Idyll umrahmt.
Sag mir, du kleines Bächelein, wo fließt du denn nur hin?
Bist schöner als der stolze Rhein, bist stets in meinem Sinn.
Die Kindheit steigt vor mir nun auf, und ich erfass es kaum.
Seltsam ist mein Daseinslauf, ist Leben nur ein Traum?
Könnt ich dich in Liedern preisen, singen laut aus voller Brust.
Hörst du, Bächlein, meine Weisen, hörst du meinen Heimatgruß?
Ach, wie oft denk ich an dich, du bist mir ja so nah.
Ich liebe dich so inniglich, dich Bach vom Heimattal.

Dort im Tal (von S. Koarle)
Goldener Schein erhellt das Land, rings im Reigen der Natur.
Dort im Tal von Cunewalde, schlägt das Herz der Lausitz pur.
Cunewalde Du liegst eingebettet, von hohen Bergen weit und breit.
Wer Dich noch nicht gesehen hat, sollt sich nehmen dafür Zeit.

Bärsch Häuser (von T. Hohlfeld)
Straßen gibt’s in Cunewalde, wohl an die Hunderte nun balde.
Auf Namen bis ins Niederdorfe, hört sogar so manche Kurve.
Doch eine Straße ist bekannt, die wird Bärsch Häuser nur genannt.
Sie liegt bei uns im Oberdorfe, geht grade aus, hat keine Kurve.
Der alte fleißige Bauer Bär, setzte die ersten Häuser her.
Sein Gut lag lange unten glei, wo später stand die Weberei.
Gewebt, gebleicht und auch gefärbt, bis sie nach dem Krieg enterbt.
Die schlimme Zeit war nun vorbei, das Motorenwerk hielt Einzug glei.
Jahrzehnte wirkten Leute dann, standen täglich ihren Mann.
Haben fleißig Motoren gebaut, die in aller Welt vertraut.
Nach der Wende war´s dann aus, alle mussten wieder raus.
Die Arbeit weg, das Säckel leer, Hoffnung hatte keiner mehr.
Doch Barmerei, die gab’s hier nie, immer ging´s ja irgendwie.
Man hielt zusammen einfach so, unter unserem Bieleboh.
Es ist, als hält bei Tag und Nacht, der Berggeist über uns die Wacht.
Und schaut vom Turm hinunter, auf sein Bärsch Häuser Wunder.
Noch heute wandern Leute froh, hinauf auf unseren Bieleboh.
Und laufen dabei ohne Eile, durch unsere Bärsch Häuser Zeile.
Und denken sich an diesem Ort, mit den schönen Häusern dort:
Wer hier geht aus und ein, kann mit der Welt zufrieden sein.


Ich liebe mein Cunewalde (von T. Hohlfeld)
Ich liebe mein Cunewalde, wo ich geboren bin.
Wo man mich eingewiegt hat, nur dort zieht es mich hin.
Wo´s klare Bächlein windet, sich aus dem Tal hinaus.
Wo hohe Bäume stehen, samt prächt´gem Gotteshaus.
Dies Dorf ist mir so lieb und, so sehr gefällt es mir.
Erblick ich´s aus der Ferne, weiß ich, ich bleibe hier.
Zwar sah ich in der Fremde, schon manchen schönen Ort.
Doch lieb ich diese Wälder, als Kind spielte ich dort.
Auf ewig will ich schlafen, wo meine Wiege stand.
Auch wenn der liebe Herrgott, mich heim ruft in sein Land.