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Geologie Cunewalde


Unser Cunewalder Tal und seine geologischen Besonderheiten

Die Talwanne des Cunewalder Tals erstreckt sich auf einer Länge von rund 10 Kilometern in Ost-West-Richtung von Halbau bis nach Bederwitz, wo das Cunewalder Wasser in die Spree mündet. Im Norden wird sie durch die markante Czorneboh-Bergkette mit dem Herrnsberg (402m), dem Döhlener Berg (514m), dem Czorneboh (556m), dem Steinberg (494m) und dem Hochstein (541m) scharf begrenzt. Den Süden schließt der Bieleboh-Zug mit dem Bieleboh (500m), dem Pickaer Berg (486m) und den Kälbersteinen (487m) ab. Die wichtigsten Gesteine, welche das Cunewalder Tal aufbauen, sind Lausitzer Zweiglimmergranit und Westlausitzer Granodiorit. Granite sind körnige Tiefengesteine der Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer, die sich vor 600 Millionen Jahren gebildet haben. Mit einer Länge von 90km und einer Breite von 45km ist das Lausitzer Granitmassiv Deutschlands größtes derartiges Gebilde. Zahlreiche stillgelegte Steinbrüche, zum Beispiel am Döhlener Berg, auf der Pielitzhöhe und am Herrnsberg, zeugen vom früher weit verbreiteten Abbau, der vor allem dem Granodiorit galt, weil er sich besser bearbeiten ließ.

Eine geologische Besonderheit des Tales ist der Cunewalder Quarzgang, der sich von der Weigsdorf-Köblitzer Rabinke über Niedercunewalde bis zum Weinberg erstreckt, wo er als Quarzsporn deutlich aus dem Gelände hervor tritt. Vielerorts findet man in der Granitmasse heute noch Überreste von Grauwacke. Wo diese Einschläge heraus gewittert sind, entstanden bizarre Felsgebilde wie das "Teufelswaschbecken" oder das "Teufelsfenster" auf dem Czorneboh. Auf den meisten Gipfeln der Czorneboh-Bergkette ragen Klippen weit aus dem Gelände heraus. Sie sind Produkte von der Verwitterung des Gesteins während der Elstereiszeit. Die auf dem Frostboden abgerutschten Steinblöcke bilden heute große Steinfelder und Blockhalden, sogenannte "Steinerne Meere".

Quellen: Ortschronik Cunewalde, Czorneboh-Bieleboh-Zeitung, Manfred Jeremies, Torsten Hohlfeld