Meine Heimat

Kutschkestein


Der Kutschke-Gedenkstein am Herrnsberg

Bis auf wenige Ausnahmen in Köblitz und Schönberg gehörte der östliche Teil des Herrnsberges dem Rittergut zu Weigsdorf. Um 1886/87 kaufte Hans von Oppeln das Rittergut Weigsdorf mit dem obigen Waldbesitz am Herrnsberg. Karl Friedrich Wilhelm Kutschke war als Kutscher und Waldarbeiter auf dem Rittergut angestellt. Als am 10. Juli 1894 das Unglück mit tödlichem Ausgang geschah, war der junge Mann mit dem Abfahren von Langholz beschäftigt. Er hinterließ seine hochschwangere Frau, die zukünftig als Witwe mit Kind weiterlebte. Das Mädchen, das als Halbwaise aufwuchs, war die Mutter von Frau Ruth Hindemith, geb. Fischer aus Köblitz.

Den Gedenkstein errichtete Hans von Oppeln. In den 1950er Jahren war der Stein von einem eisernen Zaun umfriedet. Bei Fällarbeiten wurde dieser jedoch stark beschädigt und der Stein wurde auf einem steinernen Sockel am Weg von Köblitz zum Steinbruch am Herrnsberg (Märchensee) neu aufgestellt. Der Stein wurde umgefahren und gegenüber an einen Baum angelehnt. Das ist jetzt über 30 Jahre her. Die Witterung setzte dem Gedenkstein natürlich sehr zu. Deshalb danken wir Herrn Manfred Branzke aus Großdubrau sehr, der in mühevoller Kleinarbeit den Stein im Jahre 2015 vor Ort restaurierte. Herr Branzke ist der Schwiegersohn von Ruth Hindemith, der Mann ihrer Tochter Corinna.

Quellen: Ortschronik Cunewalde, Czorneboh-Bieleboh-Zeitung, Mathias Pech, Torsten Hohlfeld